Medizin News

Cannabis – gefährliche Droge oder Medizin?

 

Das Deutsche Institut für Medizinalcannabis offeriert am 30. Januar 2020 zwei kostenlose Informationsvorträge (11.00 Uhr und 18:30 Uhr) im Ellington Hotel in Berlin.

Die Vorträge geben allen Interessierten wichtige Hintergrund-informationen über das 2017 in Kraft getretene Gesetz „Cannabis als Medizin“. Weiterhin werden Themen wie „drive sober“ –
Fahrtüchtigkeit unter Cannabis? und die Kostenantragsstellung behandelt. Das Deutsche Institut für Medizinalcannabis (DIFMC) ist eine 2018 gegründete Forschungs und Bildungseinrichtung, deren Ziel es ist, Ärzten, Apothekern und Patienten die stetig wachsende Zahl wissenschaftlicher Erkenntnisse auf dem Gebiet von Medizinalcannabis einfach verfügbar und praxisorientiert zugänglich zu machen. Neben der Auswertung nationaler und internationaler Studienergebnisse initiiert das DIFMC eigene Patienten Support Programme zu bestimmten Krankheitsbildern in Kooperation mit Patientenorganisationen sowie Forschungsprojekte und verbreitet das daraus gewonnene Wissen zu Medizinalcannabis durch Fortbildungen für die medizinische Fachwelt und die Öffentlichkeit.
Weitere Informationen unter: www.difmc.de

Ellington Hotel

1.OG, Nürnberger Str. 50-55

, 10789 Berlin-Charlottenburg
Anmeldungen:
• Anmelden unter difmc.de/veranstaltungen
• Telefonisch unter 030 91 47 31 21

 

 

 

Ein Vergleich neuartiger Wirkstoffe bei Psoriasis

Original Titel:
Comparative effectiveness of targeted immunomodulators for the treatment of moderate-to-severe plaque psoriasis: A systematic review and network meta-analysis

DGP – Die Studie zeigte, dass die Interleukin-17-Hemmer effektiver sein könnten als die TNF-Hemmer, Ustekinumab oder Apremilast. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass der beobachtete Zeitraum kurz (10 bis 16 Wochen) war. Die Wirkung über einen längeren Zeitraum könnte anders sein.

In den letzten 20 Jahren sind immer mehr neuartige, zielgerichtete Wirkstoffe wie Biologika zur Behandlung der Psoriasis zugelassen worden. Mittlerweile umfassen sie für Psoriasis 11 Wirkstoffe. Eine Übersichtsarbeit verglich jetzt die Wirksamkeit einiger der neuartigen Wirkstoffe.

Biologika hemmen unterschiedliche Botenstoffe

Biologika sind biotechnologisch hergestellte Wirkstoffe. Sie hemmen unterschiedliche Botenstoffe des Immunsystems und sollen so entzündliche Reaktionen verhindern. Zu den Biologika zählen die TNF-Hemmer (wie Etanercept, Adalimumab, Infliximab), die Interleukin-17-Hemmer (Brodalumab, Ixekizumab, Secukinumab) sowie Ustekinumab, das Interleukin 12 und 23 hemmt. Ebenfalls zu den neuartigen, zielgerichteten Wirkstoffen zählt Apremilast. Dieses wird jedoch nicht biotechnologisch hergestellt.

Die Wissenschaftler werteten jetzt verschiedene direkte Vergleichsstudien zum Thema aus und erstellten eine Übersicht und eine Gesamtauswertung zur Wirksamkeit einiger Wirkstoffe bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis.

Interleukin-17-Hemmer könnten effektiver sein als andere neuartige Wirkstoffe

Dazu bestimmten sie die Wahrscheinlichkeit für einen PASI75, also die 75%ige Verbesserung der Haut. Diese war bei Apremilast am niedrigsten (6,2), dann folgten Etanercept (9,6), Adalimumab (13), Ustekinumab (14), Secukinumab (15,4), Infliximab (16,2), Brodalumab (17,3) und Ixekizumab (17,9). Infliximab, Brodalumab und Ixekizumab waren statistisch überlegen gegenüber Apremilast, Etanercept, Adalimumab und Ustekinumab.

Die Studie zeigte, dass die Interleukin-17-Hemmer effektiver sein könnten als die TNF-Hemmer, Ustekinumab oder Apremilast. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass der beobachtete Zeitraum kurz (10 bis 16 Wochen) war. Die Wirkung über einen längeren Zeitraum könnte anders sein.

Autor:
Loos AM, Liu S, Segel C, Ollendorf DA, Pearson SD, Linder JA. Comparative effectiveness of targeted immunomodulators for the treatment of moderate-to-severe plaque psoriasis: A systematic review and network meta-analysis. J Am Acad Dermatol. 2018;79(1):135-144.e7. doi:10.1016/J.JAAD.2018.02.027.


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