Home Newsletter Erste Meersalat-Farm an der deutschen Ostseeküste: Ein Pilotprojekt der Boltenhagen Marina und „Algenprojekt“

Erste Meersalat-Farm an der deutschen Ostseeküste: Ein Pilotprojekt der Boltenhagen Marina und „Algenprojekt“

durch Klaus Lenser

Die 12.18. Boltenhagen Marina goes green: In Zusammenarbeit mit den drei Meereswissenschaftlern Martin Moritz, Frietjof Basan und Niels Fuchs und mit Unterstützung von der heimischen Fischerei sowie der Gemeinde Boltenhagen soll die erste Meersalat-Farm an der deutschen Ostseeküste entstehen.

Das Pilotprojekt „Algenpier“ soll die Kultivierung von Algen innerhalb der 12.18. Boltenhagen Marina noch in diesem Sommer etablieren.

 

Beitrag 04 Bild 02

 

Etablierung der Leinenkultivierung von Meersalat innerhalb der 12.18. Boltenhagen Marina

Algen als umweltfreundliche Lebensmittel und Rohstoffe der Zukunft unterstützen nachhaltig das Ökosystem

Unterstützung durch heimische Fischerei und die Gemeinde Boltenhagen



Mit Hilfe einer 25m² großen Testfarm, die am 13. Juni 2021 eingeweiht wurde, werden im ersten Schritt die Wachstumsraten und Verwertbarkeit der Algen erprobt und im weiteren Verlauf optimiert. „Wir freuen uns besonders, Teil dieses einmaligen Pilotprojektes zu sein und sehen darin eine große Bereicherung – nicht nur für unsere Marina, sondern auch für Boltenhagen insgesamt. Mit der Integration einer Algenfarm inmitten unserer Marina möchten wir ein Zeichen in puncto Nachhaltigkeit setzen”, kommentiert Edzard Plath, Projektleiter der 12.18. Boltenhagen Marina.

Algen gelten als umweltfreundliche Lebensmittel und Rohstoffe der Zukunft. Sie wirken sich nicht nur positiv auf die Wasserqualität und die Umwelt aus, sondern bringen noch zahlreiche weitere Vorteile mit:

Die Produktion einer Tonne Meersalat bindet über 1,5 Tonnen klimarelevantes CO² und vermindert damit auch die Versauerung des Wassers. Eine Farm von 1 ha kann Erträge von bis zu 40 Tonnen Trockenmasse/Jahr liefern (entspricht also min. 60 Tonnen gebundenes CO²). Meersalat bindet große Mengen überschüssige Düngemittel (ca. 2,5 Tonnen Nitrat und 0,4 Tonnen Phosphat pro ha und Jahr).

Farmen begünstigen die Ansiedlung von Nachfolgeorganismen wie Krebsen, Muscheln und Mikroorganismen. Erhöhung von Biodiversität und Widerstandsfähigkeit (Resilienz) des Habitats

Photosynthese in den Algen wirkt Sauerstoffarmut (Deoxifizierung) der Ostsee entgegen

Foto: Copyright: 12.18.